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Wohnwagen

Hvide Sande 008 AH.jpg
ERIBA NOVA 500 de luxe
Baujahr 1974
Hvide Sande in DK
Unser Gespann
ERIBA Nova 500 de luxe mit LANDROVER Discovery I
Der Umstieg vom Steilwandzelt auf einen Wohnwagen wurde langfristig vorbereitet. Zuerst die kleine Familienkutsche durch ein starkes  Zugfahrzeug ersetzt.  Eine Wunschliste wurde erstellt und immer wieder ergänzt. Nach mehrmaligem Caravaning auf Probe (im Winter in Viechtach im Bayrischen Wald bei Schnee und Temperaturen bis Minus 25 Grad Celsius) und Besuchen auf mehreren Camping- und Caravanmessen entsprach der ausgewählte Wohnwagen "ERIBA-Nova 500 de luxe" unseren Wünschen am Besten. Ohne Schnörkel, aber funktionell und praktisch. Trotz der Größe (mit Deichsel 6,5 m lang) noch ein Reisewagen.
 
Am 20. Mai 1974 war es denn soweit. Wir fuhren nach Bad Waldsee um unsere Neuerwerbung im ERIBA-Werk abzuholen (eine Werksbesichtigung war damals eine Selbstverständlichkeit!) und anschließend sofort am Bodensee praktisch zu erproben. Rückwärtsfahren lernte ich zwangsweise auch sofort. Der angefahrene Campingplatz Iriswiese war noch nicht offen, am Schlagbaum Ende der Fahrt und keine Wendemöglichkeit. Wenden auf der
schmalen geschwungenen Zufahrt unmöglich. Also mit dem 12 m-Gespann rückwärts fahren ohne Stacheldrahtzäune mitzunehmen und/oder den neuen Wohnwagen zu demolieren. Nach ein paar hundert Metern wenden und vorwärts zum nächsten Platz nach Kressbronn-Gohren. Es war eine gute Lehre, seitdem kann ich rückwärts fahren. Da der Wagen von 2 Personen nur mühsam rangiert werden kann, ist ein zielgenaues rückwärts einparken auf den Stellplatz heilige Pflicht des Caravaners (wer möchte sich schon gerne den Zorn der Caravanerin zuziehen?).
 
Unsere Wünsche an den Wohnwagen waren damals wie heute: Winterfest (gute Isolierung), robust (Stahlrohrgerüst), gut fahrbar (Tandemachse), für die engen Straßen in England und Norwegen geeignet (Breite nur 2,07m), Höhe nur 2,48 m wegen Brückenhöhen von 2,5 m, abgeschlossener Waschraum, mit Schiebetür verschließbarer Bereich als Kinderzimmer, Langbetten um auch bei Bedarf ohne Betten bauen zu müssen oder Verrenkungen der Beine ein kurzes Nickerchen zu machen,
Unabhängigkeit von örtlichen Stromanschlüssen durch Gaslicht, Beleuchtung sowie Wasser- und Umluftanlage mit 12 V-Versorgung von der Autobatterie, Wasserversorgung wintertauglich komplett im Innenraum ohne lange Wasserleitungen. So ergab sich eine Aufbaulänge von 5,10 m.
Vergleichbare Wohnwagen anderer Hersteller waren länger, breiter, höher oder hatten keine Tandemachse (ein Nachteil der Tandemachse soll nicht unerwähnt bleiben - der Wagen ist nicht oder nur sehr schwer auf der Stelle drehbar).
 
Unser Wohnwagen ist immer zugelassen und jederzeit in weniger als einer Stunde reisefertig am Haken. Wir sind ein eingespieltes Team, bei Abreise oder Ankunft kümmert sich meine Frau um den Wagen innen und ich außen um das Aufstellen und die Anschlüsse. Bei den letzten Handgriffen duftet es dann schon nach Kaffee und es kann gemütlich werden oder wie die Dänen sagen:
hyggely
.
 
Ein besonderes Erlebnis hatten wir vor Jahren im Februar in Garmisch-Partenkirchen  auf dem Campingplatz Zugspitze bei einem Orkan. Kurz vor Mitternacht wurden wir durch starkes Schütteln des Wohnwagens mit lautem Krach und Splittergeräuschen unsanft aus dem Schlaf gerissen. Barfuß und im Schlafanzug in den Schnee raus um
festzustellen, was passiert war. Ein neben uns gestandener, ca 14 m hoher Baum mit etwa 40 cm Stamm-Durchmesser war vom Orkan an der Wurzel abgedreht und auf die Längsseite unseres Wohnwagen geschleudert worden. Dort rutschte er ab und traf den PKW. Nachts konnte nichts mehr unternommen werden, also weiter schlafen und am Morgen den Schaden feststellen. Der Wohnwagen hatte noch am Wenigsten abbekommen, nur eine kleine Delle im Dachrahmen. Der Schaden belief sich auf 150,- DM, aber die PKW- Reparatur kostete 4500,- DM. Da die Windgeschwindigkeit  über Windstärke 8 lag, war die Platzhaftpflichtversicherung von der Zahlung wegen höherer Gewalt befreit. Einen Teil des Schadens trug die Teilkasko-Versicherung des PKW und Wohnwagens, abzüglich der Selbstbeteilung von jeweils 300,- DM. Der Rest ging zu unseren Lasten. Es waren unvorher gesehene teure Urlaubstage.
Seitdem sehen wir uns auf unseren Reisen auch jeden angedachten Standplatz vorher unter diesem Gesichtspunkt an. Gebranntes Kind scheut das Feuer!
 
Ende 2000 wurde der Unterwagen komplett überholt, wo erforderlich neue Rohre eingeschweißt. Dazu wurde die Heizung und der Kühlschrank erneuert. Alle 6 bis 8 Jahre sind die Reifen erneuert worden sowie auf Grund der hohen Laufleistung auch die kompletten Bremsbeläge mit allen Federn.
 
Seit 1975 verwende ich als Stabilisator den ORISMAT 2000 (später umgerüstet auf die 2001) zur großen Zufriedenheit. Nach Testfahrten mit und ohne Stabilisator bin ich von der Wirkung überzeugt. Durch die Federstähle mit Bremsbelägen wird nicht nur das seitliche Pendeln sondern auch das Nicken bei Bodenwellen stark reduziert. Einzig der Wendekreis ist ein wenig eingeschränkt. Das hat aber bisher nie zu Problemen geführt.
 
Im Jahr 2010 wurde die komplette Bremsanlage überholt. Neue Bremsseile eingebaut und der Bremsdämpfer ersetzt. Da die Heckscheibe und die Frontscheibe teilweise erhebliche altersbedingte Schäden durch die stetige Sonnenbestrahlung aufwiesen, sind diese ebenfalls erneuert worden. Jetzt ist er wieder fit für die nächsten Jahre.
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Unsere Skihütte in der
Eifel bei Schleiden
im Februar 2005.
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Unsere Wochenendhütte
in der Eifel bei Schleiden
im Juni 2004