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Die letzte Überarbeitung erfolgte am 10. Januar 2012 Copyright by Christa und Jürgen Klemann 2004-2012 Alle Rechte vorbehalten. Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin. daß das Kopieren von unserer Hompage, ohne unsere ausdrückliche Genehmigung untersagt ist. Version 3.31.01 --- NEU --- 2010 Travemünde, 2011 Bremerhaven, 2011 Karlsruhe, 2011 Mustergarten BW, 2011 Colmar/F, 2011 Rosengarten BAD, 2011 Ettenbühl, 2011 Wassenaar/NL 2011 Madurodam/NL Reise nach Dänemark im Jahr 2007 Dieser Urlaub war in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Obwohl wir schon etliche Male in Dänemark waren, trafen wir in diesem Jahr unerwartet auf Spuren aus der jüngeren deutschen Geschichte, nämlich Folgen des 2. Weltkrieges. Durch eine kleine Notiz in einem Reiseführer aufmerksam geworden, machten wir diesmal auf unserer Reise entlang der Küste einen Abstecher nach Oksboel um einen ungewöhnlichen Friedhof zu besuchen, den "Friedhof der Flüchtlinge" und das "Blavandshuk Egnsmuseum". Es waren in beiden Fällen ergreifende Momente als wir mit diesem Teil unserer deutschen Geschichte konfrontiert wurden, von dem wir, wie wahrscheinlich die meisten deutschen Urlauber in Dänemark, bis dahin überhaupt keine Kenntnis hatten. Bei Oksboel war nach dem 2. Weltkrieg das größte Internierungslager auf dänischem Boden. Angelegt auf einem Gelände neben einem von der deutschen Luftwaffe bis dahin genutzten Flugplatz. Hier lebten von 1945 bis Anfang 1949 bis zu 36 000 deutsche Flüchtlinge und Heimatvertriebe aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien gleichzeitig in diesem ca. 347 Hektar großen Barackenlager. Kontakte zur dänischen Bevölkerung waren damals verboten. Hunger, Krankheit und das Gefühl der Ohnmacht bestimmten den Alltag. Das Lager wurde von den Flüchtlingen und Heimatvertriebenen selbst verwaltet. Ihre Toten, die meist an Hunger und/oder Krankheiten gestorben waren, begruben die Lagerinsassen außerhalb des Lagers auf einem Friedhof. Hier ruhen 1675 tote Flüchtlinge und Heimatvertriebe, die als wenige Stunden/Tage/Monate alte Säuglinge, als junge Erwachsene, Erwachsene oder alte Menschen gestorben sind (überwiegend liegen hier Kinder und Frauen begraben), gemeinsam mit 121 toten, meist sehr jungen Soldaten. Die Namen der Toten sind oftmals unbekannt. Heute wird dieser "Friedhof der Flüchtlinge" als würdige Gedenkstätte in einem kleinen Park an der Straße von Oksboel nach Borsmose am Nordwest- rand des Ortes Oksboel vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und dem dänischen Staat unterhalten. Den Toten zur Ehre und den Lebenden zur Mahnung, solches Leid nie wieder geschehen zu lassen. Ein kleines Dokumentationszentrum ist auf dem Friedhof vorhanden. Dort sind verschiedene Flüchtlingslager in Dänemark dokumentiert in denen 250 000 Flüchtlinge und Heimatvertriebene interniert waren. Von ihnen sind 17 209 in Dänemark gestorben und begraben worden. Etwa 2 000 wurden von ihren Angehörigen nach Deutschland überführt. Das Blavandhuk Egnsmuseum beherbergt im Erdgeschoß Ausstellungen von Fundstücken und Räumlichkeiten aus der dänischen Geschichte und im Obergeschoß die Ausstellung der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen im Lager Oksboel mit Fotos und Gegenständen aus dieser Zeit. In einem kleinen Raum wird ein Videofilm über das Lagerleben, wahlweise in deutscher oder dänischer Sprache gezeigt. Es ist bestimmt eine geschönte Form. Das wirkliche Lagerleben war wohl noch sehr viel härter. Vom Lagerstandesamt wurden insgesamt 927 Geburten und 1279 Sterbefälle beurkundet. Die anderen Toten wurden aus umliegenden Lagern hier beerdigt. Im letzten Jahr seines Betriebes diente das Lager nur noch als Zwischenstation bei der Ausreise nach Deutschland. Ein sehr trauriges Kapitel der deutschen Vergangenheit als Folge des 2. Weltkrieges. Die Sterblichkeit im Lager war sehr hoch. Es gab mehrere Baracken als Kinderlazarett. Trotzdem sind sehr viele kleine Kinder gestorben. Wie uns Dänen sagten, mit denen wir über diese Gedenkstätten sprachen, kommen leider sehr wenige Deutsche hier hin. Möglicherweise weil diese Gedenkstätten kaum bekannt sind. Es war ja in der Vergangenheit politisch in Deutschland nicht erwünscht über die erlittenen Leiden der deutschen Zivilbevölkerung während und nach dem 2. Weltkrieg zu sprechen, geschweige denn über das Schicksal der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen. Aber das ändert sich ja endlich, wenn auch nur ganz ganz ganz langsam. Wir möchten jedem Dänemark-Urlauber einen Besuch dieser Gedenkstätten ans Herz legen. Er wird dann wohl sein heutiges Leben in einem besseren Licht sehen und viel zufriedener mit seinem Schicksal sein. Das was diese Kriegs-Generationen erlebt und erlitten haben, möge uns und den kommenden Generationen erspart bleiben. Siehe auch unter 3. Oksboel und 5. den "Friedhof der Flüchtlinge" in Aalborg. 1. Unsere Jütlandreise verlief im Uhrzeigersinn entlang der Küste und dann im Landesinneren bis Aalborg und an der Ostseite wieder zurück. Die erste Station war die Insel Römö![]() Ehrenmal auf dem Friedhof der Flüchtlinge in Oksboel ![]() Gedenktafel auf dem Friedhof der Flüchtlinge in Oksboel ![]() Die Heide- und Waldlandschaft bei Römö Kirkeby ![]() ![]() Am See bei Römö Kirkeby Strandleben auf Römö 2. Ribe, die älteste Stadt in DänemarkAuf dieser kleinen Wanderung habe ich mir eine sehr schmerzhafte Fußverletzung zugezogen. Dadurch konnte ich nur noch sehr begrenzt zu Fuß unterwegs sein und mußte mehr mit dem Auto fahren. Die Heilung ist sehr langwierig und wird wohl mehr als 6 Monate in Anspruch nehmen. Aber auch das geht wieder vorbei. Wir haben die weiteren Urlaubstage im Rahmen der Möglichkeiten gestaltet und genossen. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Die Ribe Aa fließt malerisch durch die Stadt. Der alte Stadthafen. Das Mühlenwehr mit Fischtreppe. Wunderschöne Stockrosen vor den alten Häusern. Rosen vor einem alten dänischen Haus. Ribe hat einen wunderschönen alten Dom mit zwei Türmen. Der Dom wurde aus schweren Steinquadern auf einem 3 m hohen Landsockel erbaut. Im Laufe der Zeit ist er in den Marschboden eingesunken und steht heute etwa 2 m unter dem Straßenniveau. Weil der Boden nicht fest ist, geht dieser Vorgang langsam aber stetig weiter. Die Türme haben öfter Setzrisse und müssen immer mal wieder repariert werden. Teile sind in der Vergangenheit auch schon eingestürzt. Wir haben den Dom früher schon besucht und auch die wunderschöne Aussicht vom Turm auf die Stadt und die Umgebung genossen. Der Innenhof der Klosteranlage. Ruhepause im Innenhof der Klosteranlage. Die Ribe Aa. Der alte Stadthafen, heute Sportboothafen. 3. Oksboel --- Eine Reise in die jüngste deutsche Vergangenheit![]() Das kleine Dokumentionszentrum auf dem "Friedhof der Flüchtlinge". Hier liegt auch ein Besucherbuch mit teilweise erschütternden Einträgen aus. Namensbücher aller in Dänemark verstorbener deutschen Flüchtlinge und Heimatvertriebener sowie eine Aufstellung weiterer Friedhöfe sind ebenfalls vorhanden. ![]() Hier ruhen 1675 Flüchtlinge und Heimatvertriebene, sowie 121 deutsche Soldaten. ![]() Der letzte Transport von Flüchtlingen aus dem Oksboellager wurde am 15. Dezember 1948 durchgeführt. Danach begann der Abriss der Gebäude. Heute stehen nur noch ganz wenige der alten Gebäude. Gegenstände aus dem Lager sind im Blavandshuk Egnsmuseum ausgestellt. ![]() Das damalige Krankenhaus dient heute als Jugendherberge. Das heutige Kino war damals der Theatersaal. Der See gehörte auch zum Lager und wurde sehr oft zum Baden genutzt. Die Gebäude waren damals alle von der deutschen Luftwaffe erbaut und bis Kriegsende von ihr genutzt worden. 4. Hvide Sande![]() ![]() ![]() Durch die Dünen zum Strand. Ein buntes Treiben auf dem Campingplatz ... ... in der Abendsonne. Später besuchte uns noch ein Fuchs. ![]() ![]() Der Leuchtturm Nr. Lyngvig fyr. Dünen und Strand. ![]() ![]() Die Sonne verabschiedet einen wunderschönen Tag. Langsam versinkt sie im Meer. ![]() Dänemark mit der schönsten Landschaft im Küstenbereich. Die Haubenlerchen sangen den ganzen Tag und flogen hoch in der Luft. Auch der Ruf des Kuckucks war zu hören. Die Sonne zelebriert ihren Abschied vom Tag. 5. Aalborg --- Eine Reise in die jüngste deutsche Vergangenheit![]() Der Flüchtlingsfriedhof im Süden von Aalborg. Hier ruhen 1017 deutsche Flüchtlinge und Heimatvertriebe neben 250 deutschen Soldaten. Einmal im Jahr kommt eine Kompanie der deutschen Bundeswehr hierher um die Grabanlage zu pflegen. ![]() ![]() 6. Die Seenplatte zwischen Ry und Himmelbjerget![]() Panoramaansicht vom Knudsoe bei Ry. ![]() ![]() ![]() Ansichten vom Knudsoe bei Ry. ![]() ![]() ![]() Wassertreppe an der Brücke in Silkeborg. Schleuse an der Brücke in Silkeborg. Unser Gespann am Knudsoe. ![]() ![]() ![]() Unser 41 Jahre alter Aerius II mit neuer Bootshaut fertig zur Ausfahrt. Wir nähern uns mit unserem Faltboot dem Tagesziel Himmelbjerget. Himmelbjerget ist mit 170 m der höchste Punkt in Dänemark. ![]() ![]() Der Raddampfer S/S Hjejlen kurz vor dem Ablegen. Der Raddampfer Hjejlen legt ab. ![]() Der Raddampfer S/S Hjejlen ist der älteste noch im Liniendienst fahrende Raddampfer der Welt. Er wurde 1861 bei Baumgarten und Burmeister in Kopenhagen gebaut und nach Silkeborg überführt. Die S/S Hjejlen erreichte Silkeborg am 15. Juni 1882 (sie wurde auf Rollen über den 3 m hohen Damm in den Silkeborger See gezogen) und am 24. Juni 1862 getauft. Der Raddampfer ist nach verschiedenen Umbauten (z.B. Sonnendach, überdachter Steuerstand) heute für 165 Passagiere zugelassen. Er fährt im Sommer regelmäßig die Strecke von Silkeborg zum Hotel am Himmelbjerget. Eine lohnende Nostalgiefahrt wie vor fast 150 Jahren. 7. Das Humle Magasinet auf Fynen --- Garten und Museum![]() ![]() ![]() Ansichten vom Nutzgarten. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Im Rosengarten. Im Rosengarten. Einladung zur Rast. Im Rosengarten. Sieht aus wie Lavendel .... ... ist aber Katzenminze. Der Fotograf und Webmaster bei einer Ruhepause. Handgefertigte Puppen von dänischen Königinnen und Königen aus der Wikingerzeit bis Heute. Mode im Wandel der Zeit. Alles liebevoll von Hand mit original Musterstoffen (nach Bildern aus verschiedenen Museen wieder nachgewebt) der damaligen Zeit gefertigt. Von jeder Puppe gibt es weltweit nur 2 Exemplare. Eins hat der Auftraggeber und eines die Künstlerin. In 23 Jahren hat sie über 130 Puppen originalgetreu bis ins kleinste Detail geschaffen. ![]() Zu besichtigen ist auch noch das Siegfried Petersen Museum. Er war ein Dichter und Volkskünstler, geboren 1905 - gestorben 1967, der große Berühmtheit in Dänemark erlangte. Weiter ist noch das Hopfenmuseum zu besuchen mit Gerätschaften zur Hopfenernte und Verarbeitung sowie über 450 verschiedene Bierflaschen und Dosen aus aller Welt. Auf Wunsch werden die Ausstellungen sehr gerne auch auf deutsch erklärt. Ein Besuch ist lohnenswert.
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